Stadtkirche > Kinder und Eltern > Aus dem Kinderleben

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SCHÜLERPROJEKT STADTKIRCHE 2017

“Darf ich den großen Topf malen?” Ein “denkmal.grundschule Projekt” befasst sich mit der St.-Laurentius-Stadtkirche.

Im Oktober erkundeten 20 Schülerinnen und Schüler der Hauptmann von Köpenick-Grundschule die Stadtkirche unter dem Thema  “St.-Laurentius-Stadtkirche, die Kirche in unserer Stadt“.

Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin, Frau Schmidt, und der evangelischen Religionslehrkraft, Frau Zedlitz, erarbeiten sich die Kinder mit der Kirchenpädagogin, Maria v. Fransecky, und der Architektin, Claire Karsenty, kreativ einen Zugang zur Architektur und Ausstattung der Stadtkirche. Für viele war es ein erster Besuch in einem Sakralraum. Kirchen sind Glaubenshäuser, aber auch ortsprägende Denkmale. Sie geben einer Region ihr erkennbares Gesicht. Der Denkmalschutzgedanke wurde am Beispiel des Kirchenbaus vermittelt.

Spielerisch entdeckten die Kinder die besondere Atmosphäre des Stadtkirchenraums. War ihnen die Stadtkirche von außen längst bekannt, so staunten sie jetzt über ihr Innenleben. Die Ausstattungsstücke im Kirchraum – Altar, Taufbecken, Kanzel, Kirchbänke und Orgel - wurden entdeckt, befragt und gezeichnet, die besondere Akustik singend erfahren. Staunend lauschte man dem Orgelspiel. Neugierig wurde das Altarbild befragt. “Der große Topf” neben dem Altar wurde als Taufbecken erkannt.

“Für mich war der Altar neu und die Ruhe.” Paulina (10). “Ich habe in meinem Leben noch nie eine Orgel gesehen. Ich war noch nie in einer Kirche und die Kirche sah innen ganz schön aus.” Fyber (10)

Konzentriert folgten die Kinder den Anweisungen der Architektin, erste Zeichnungen vor der Kirche anzufertigen. Diese Arbeit förderte ihre Wahrnehmung für das Baumaterial und die Bauformen. Aufbauend darauf zeichneten die Kinder später verschiedene Details, die sie außerhalb und innerhalb der Kirche individuell auswählen konnten. Alle Zeichnungen dienten zur Vorlage für einen großen Schnitt, der koloriert wurde. Dabei erklärte Frau Karsenty die Notwendigkeit maßstabgerechten Arbeitens. So wurde die Arbeit eines Architekten verstehbar. Aus verschiedenen Einzelarbeiten wurde ein großes buntes Kirchenbild. Die  Kinder  präsentierten  es am letzten Projekttag Pfarrer Musold  in der Kirche.  Er ließ – allen zur Freude – die Glocken klingen.

“Ich würde gern nochmal dieses schöne Riesenbild malen.” Adrian (8).  Das Bild ist in der Schule ausgestellt. Es kann für weitere Ausstellungen ausgeliehen werden.

   Maria von Fransecky / Kirchenpädagogin   www.ekbo.de/kirchenpaedagogik

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GEMEINSAME KINDERRÜSTZEIT 2015

Warum stehen denn hier überall Leutesteine rum?     Wissen Sie, was  ein  Leutestein ist? Bis  zu der gemeinsamen Kinderrüstzeit der Kirchengemeinden Mahlsdorf, Hönow und Köpenick wussten wir das auch nicht. Dazu aber später mehr.

Gemeinsam mit 21 Kindern und 4 Erwachsenen machten wir uns auf den Weg in das idyllische Reitwein, welches unweit der Grenze zu unseren Nachbarn in Polen im Oderbruch liegt. Die Kirchruine direkt am Reitweiner Sporn, einem kleinen Höhenzug, begrüßte uns bei unserer Ankunft schon von weitem und schnell bezogen wir das große alte Pfarrhaus unterhalb der Ruine.

Klösterliches Leben sollte uns die ganzen 9 Tage begleiten. Wir hörten von Benedict von Nursia und Franz von Assisi, besuchten u.a. das Kloster in Neuzelle, die Klosterruine in Alt Friedland und die Kirche des Franziskanerklosters in Frankfurt/Oder, welche heute ein Konzertsaal ist. In Fürstenwalde lernten wir etwas über andere Bewohner der damaligen Zeit, absolvierten eine Ritterschule und besuchten den Fürstenwalder Dom. Pizza backen, baden gehen gehörten ebenso zu unserer Woche wie der Besuch in einem Korbmachermuseum, was wirklich viel spannender war, als es sich anhört. Waren wir nicht unterwegs, hörten wir vom Klosterleben, versuchten uns in „unserem Scriptorium“ daran, unseren Namen in besonderer Weise zu gestalten, unser eigener „Klostergarten“ entstand und kann im neuen Schuljahr in Köpenick und Mahlsdorf bewundert und benutzt werden. Auch versuchten wir uns ähnlich wie eine klösterliche Bauhütte in der Baukunst, und es entstanden die wildesten Konstruktionen aus Mäusespeck, Spaghetti und Kinderschokolade.

In der Klosterruine in Alt Friedland waren wir fast schon wieder auf dem Heimweg, als unser jüngstes Mädchen fragte, warum den hier überall Leutesteine rumstehen würden. Alle schauten ein wenig verdutzt, wusste doch zuerst niemand, was damit gemeint war. Doch schnell wurden auch wir anderen fündig und fanden tatsächlich mehrere Leutesteine und erfuhren, dass dies Formsteine wären, welche in den Gewölberippen beim Mauern verwendet werden.

Danke ist an alle zu sagen, die uns begleiteten oder wunderbare  Blicke und Einblicke an

den verschiedenen Orten ermöglichten. 9 wunderschöne Tage ohne Internet, Fernsehen oder Spielekonsole gingen viel zu schnell vorbei und bleiben sicherlich allen in guter Erinnerung.

   Es grüßt Sie und Euch herzlichst Ihr und Euer Matthias Liebelt

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CHRISTENLEHRE-SOMMERRÜSTZEIT 2014

Kinder aus Köpenick und Mahlsdorf machten sich in diesem Jahr auf den Weg zur Kinderrüstzeit nach Beyern - NEIN, das ist kein Schreib fehler. Beyern liegt im Süden Brandenburgs unweit von Falkenberg/ Elster.

Wundergeschichten aus dem Lukasevangelium sollten 9 Tage lang im Mittelpunkt stehen. Was auf den ersten Blick vielleicht ganz schön anstrengend klingt, war für alle, Kinder und mitreisende Erwachsene, ein großer Spaß. tl_files/stadtkirche/Kinder/2014 CHRISTENLEHRE-SOMMERRUeSTZEIT.JPG

Jeden Tag stand eine andere Geschichte im Mittelpunkt des Tages. War Jesus mit seinen Jüngern mit dem Boot unterwegs, ruderten auch wir hinaus auf den See, fingen dort zwar keine Fische, aber hatten dort jede Menge Spaß im Wasser. Heilte Jesus einen Kranken, taten auch wir etwas für unsere Gesundheit. So ging es tagein, tagaus.

 

So verlebten wir eine ereignisreiche Zeit, erfuhren neben den Wundern der Bibel viel von der Gegend und der Natur. Beeindruckend war der Besuch eines Schaubergwerkes mit dem größten Abraumbagger der Welt, für die Schule konnte man etwas in einer kurzweilige Stunde über den Wald und deren (kleine) Bewohner mitnehmen, Spaß brachten die Besuche des nicht weit entfernten Sees, aber auch das gemeinsame Schauen des WM-Endspiels.

Eine gute Zeit ging schnell vorbei und bleibt sicher allen in guter Erinnerung.

   Es grüßt Euch und Sie herzlichst Dein und Ihr Matthias Liebelt