Stadtkirche > 2013 aus dem Gemeindeleben

2013  _________________________________________________________________________________

 

1. Dezember 2013 Adventsbasar

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Stadtkirchengemeinde, vor nunmehr gut 15 Jahren wurde der „Verein zur Förderung  der Ev. St.-Laurentius-Stadtkirchengeminde Berlin-Köpenick  e.V.“ gegründet.

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In seiner Satzung ist festgeschrieben, dass er mit seiner Tätigkeit den Zweck verfolgt, das kirchliche Leben der Gemeinde zu fördern  Dazu gehört auch die finanzielle Unterstützung in Personal- und Sachkosten, wobei die Sachkosten in Ausnahmefällen auch Baukosten sein könnten.

Andere Verwendungen seiner Mittel wurden ausgeschlossen. Das bedeutet im Klartext, dass die Mittel des Vereins nicht z.B. für bedürftige Personen oder humanitäre Aktionen in anderen Ländern, überhaupt außerhalb unserer Gemeinde verwendet werden können. Deshalb kommen alle unsere Vereinsmittel direkt unserer Gemeinde und unserer Kirche zugute.

Die Zuwendungen, die wir durch unseren Adventsbasar am 1. Dezember 2013 erhalten haben, sind diesmal für einen neuen, roten Läufer im Mittelgang der Stadtkirche bestimmt.

Daneben läuft aber weiter die Sammlung für eine Uhr, die hinter die vier verglasten Hohlräume  des Kirchturms, in denen sich bis vor 80 Jahren die Zifferblätter der originalen Uhr befanden, wieder eingesetzt werden soll.  Dieses Projekt wird von manchen Gemeindegliedern leider kritisch gesehen, aber von vielen anderen sehr gelobt. So hat inzwischen Bischoff Dr. Dröge die Schirmherrschaft  für das Projekt übernommen, und die Untere Denkmalbehörde hat es begrüßt. Vor kurzem ist zu unserer Freude eine Einzelspende von 1500 Euro für diesen Zweck auf unserem Vereinskonto eingegangen.

Der Adventsbasar, den der Förderverein wie jedes Jahr federführend organisierte, ist auch diesmal sehr erfolgreich gewesen. Zum einen in finanzieller Hinsicht, denn wir durften wieder Einnahmen von 1000 Euro verbuchen. Auf immateriellem Gebiet war diese Veranstaltung ebenfalls ein Erfolg. Nicht nur Mitglieder des Fördervereins, sondern auch zahlreiche Gemeindeglieder haben sich engagiert und damit den  Erfolg  des Ganzen  erst ermöglicht. Über 40 Personen aller Altersgruppen, von der Jungen Gemeinde mit Herrn Köppel und der Gemeinsamen Jungen Gemeinde mit Herrn Radloff, über wichtige Helfer der Elterngeneration, den Damen im Kirchbüro  bis zu den Seniorinnen haben sich aktiv am Aufbau und den Ständen beteiligt, und wir haben alle sehr harmonisch zusammen gearbeitet. Gemeindeglieder haben außerdem großzügig Kuchen, selbst hergestellte Kekse sowie Marmelade gespendet und so viele Gegenstände für den Flohmarkt, dass wir Mühe hatten, alles auszulegen.

Die Krippenausstellung, von Frau Seeber liebevoll zusammengetragen, war wie immer ein „Hingucker“. Daneben gab es viele Bücher, es wurde gebastelt und wunderschöne Handarbeiten, Suppe und Punsch angeboten.

Wir möchten an dieser Stelle deshalb den vielen helfenden Händen ganz herzlich danken.

   Dr. Barbara Schwantes 

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50 JAHRE SCHUKE-ORGEL

 

Am 22. Dezember 1963 wurde die Schuke-Orgel tl_files/stadtkirche/Orgel/08-DSC06445.JPGin unserer Stadtkirche mit einem Festgottesdienst und einem Kantorei-Konzert eingeweiht. Seitdem versieht das Instrument zuverlässig seinen Dienst in Gottesdienst und Konzert. Das Vorgängerinstrument, eine Orgel der Firma Sauer von 1908 sollte schon in den 50erJahren durch einen Neubau ersetzt werden, aber das Projekt brauchte lange Vorbereitungszeit. 1961 wurde die alte Orgel, nachdem sie unspielbar geworden war, abgerissen, aber erst ab August 1963 konnte die neue Orgel von der Firma Alexander Schuke aufgebaut und intoniert werden. Zwischenzeitlich musste ein Harmonium mit gelegentlicher Melodieverstärkung durch einen Trompeter die Begleitung des Gemeindegesanges übernehmen. 1965 wurden durch Verstärkung der Zungen- und Prinzipalregister noch einmal klangliche Verbesserungen erreicht, 1995 zwei Pedalregister verändert und zwischendurch immer wieder Wartungen und Stimmungen vorgenommen – die letzte im September diesen Jahres. So sind wir sehr dankbar für diese Orgel, auf der seit einem halben Jahrhundert Musik zum Lobe Gottes und zur Erbauung der Menschen erklingen kann. Im Gottesdienst am 3. Advent gedenken wir in der Stadtkirche dieses Jubiläums.

   Christine Raudszus


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Das Foto ist aus dem Jahr 2008, als die Orgel gewartet wurde

weiter Fotos hier klicken

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15. September 2013

80 Jahre Grundsteinlegung Martin-Luther-Kapelle 

Am 17. September 1933 wurde in der Eitelsdorfer Straße in Köpenick - Nord der Grundstein für die Martin-Luther-Kapelle gelegt. Leider war diese Veranstaltung braun eingefärbt, wie es einige Pfarrer in Köpenick und auch ein Großteil der Gemeinde waren.

Deshalb gab es kein Festgottesdienst, sondern am Sonntag, den 15. September ein Gedenken innerhalb des Gottesdienstes. Mitglieder der Partnergemeinde waren - zufällig - zu Besuch. Feiern wollen wir dann zur Kirchweih am Palmsonntag 2014.Wie gut, dass es "Vikarin" Charlotte Rose gab, die später im Bereich Nord das Fähnlein der Bekennenden Kirche aufrecht hielt, zusammen mit vielen Gemeindegliedern.

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25. August 2013

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23. Juni bis ende September AUSSTELLUNG: HORIZONT UND MITTE

 

Albrecht Schönherr. Pfarrer und Bischof in zwei Diktaturen

tl_files/stadtkirche/allgem Bilder/Schoenherrplakat.JPGAufgewachsen in einer preußischen bildungsbürgerlichen Familie wurde Albrecht Schönherr durch die Begegnung mit Dietrich Bonhoeffer und den gemeinsamen Einsatz in der Bekennenden Kirche gegen den Nationalsozialismus geprägt.

Nach 1945 suchte er nach einem angemessenen Platz  der evangelischen Kirche in der DDR. Der von ihm wesentlich mitgeprägte Bund der Evangelischen Kirche in der DDR nahm viele Impulse aus der weltweiten Ökumene auf.

Die Ausstellung zeigte das Leben und Wirken dieses außergewöhnlichen Mannes in 30 Stationen. Dabei ist auch seine Zeit in Köpenick erwähnt.

 

Die Ausstellung wurde am 23. Juni mit einer Einführung durch Dr. Heise eröffnet.

Im Gottesdienst am 4. August wurde von Prof. Henkys persönliche Eindrücke mitgeteilt und im Anschluss gab es ein Gespräch mit Dr. Johannes Schönherr und Dr. Heise.

Die Ausstellung wurde von dem Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung http://www.staat-kirche-forschung.de in enger Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Zentralarchiv Berlin und in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Familie Schönherr erstellt.

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27. Mai  MONTAGABEND FÜR ALLE

19.30 Uhr, Gemeindehaus Am Generalshof 1A

Vortrag zum Kirchweihfest:

Unsere Stadtkirchengemeinde zur Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945)

mit Dr. Friedrich Winter

Das Leben unserer Gemeinde ist in den zwölf Jahren der Naziherrschaft sehr zwiespältig verlaufen. Einerseits ging alles vor sich wie bisher. 75% der Bevölkerung war evangelisch und begehrte zum großen Teil die Amtshandlungen, von der Konfirmation bis zur Beerdigung, wie bisher. Die Nazi-Jugendweihe und NS-Beerdigungen setzten sich kaum durch. Kirchenaustritte hielten sich in Grenzen.

In drei Phasen waren in unserer Gemeinde unterschiedliche kirchenpolitische Kräfte am Werk. Damals gab es in der deutschen Kirche drei Gruppierungen: Die „Deutschen Christen“ (DC) wurden von den Nazis gefördert, weil sie sich offen für die „Neue Zeit“ aussprachen. Die „Bekennende Kirche“ (BK) betonte die Distanz zum neuen System und trat für eine feste Bindung an Jesus Christus allein ein. Zwischen beiden streitenden Gruppierungen stand die große Zahl von „Neutralen“. In unserer Gemeinde eroberten die „Deutschen Christen“ im März 1933 alle Plätze im Gemeindekirchenrat. Anders sah es bei den Pfarrern aus. Zwei Pfarrer und eine Vikarin traten der BK bei. Drei andere standen den DC nahe oder verhielten sich neutral. Zwei Vertreter der BK wurden mehrmals verhaftet. Streitereien untereinander hörten nicht auf.

In einer zweiten Phase trat 1936 der deutsch-christliche Gemeindekirchenrat zurück. An seiner Stelle wurde ein „Gemeindekirchenausschuss“ gebildet, der sich mit Erfolg bemühte, zwischen den streitenden Parteien zu vermitteln. Es kehrte Ruhe ein.

In einer dritten Phase machte sich im Zweiten Weltkrieg eine noch stärkere Beruhigung des kirchlichen Lebens bemerkbar. Die „Partei“ schonte die Kirche.

Wie das im Einzelnen aussah, war in einem Vortrag am 27. Mai im Gemeindehaus Am Generalshof 1A zu hören.

   Dr. Friedrich Winter

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KIRCHENTAGS-RÜCKBLICK 2013

,,Soviel du brauchst“ (2. Mose, 16,18) – Der 34. Deutsche Evangelische  Kirchentag vom 1. - 5. Mai 2013  in Hamburg

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Unter dem Motto „Soviel du brauchst“ trafen sich Anfang Mai fast 120.000 Dauerteilnehmer und etwa 35.000 Tagesgäste zum Kirchentag in Hamburg.

Wir  machten  uns  schon  am  Dienstagnachmittag auf den Weg dorthin. Wir  wollten, bevor es so richtig losgeht, den Mittwoch nutzen, um einen Abstecher nach Lübeck zu machen und uns die schöne Altstadt anzusehen.

Pünktlich zum Eröffnungsgottesdienst um 17.00 Uhr waren wir wieder zurück in Hamburg. Wir hatten uns für den traditionellen Gottesdienst mit Chor und Orchester auf dem Rathausmarkt entschieden. Es fanden aber noch drei weitere Gottesdienste statt.

Vor dem Gottesdienst wurden uns kleine Papiertüten mit der Aufschrift „Wundertüte“ überreicht, in denen neben dem Liedblatt zum Gottesdienst auch eine kleine Menge Sand enthalten war. Dieser Sand symbolisierte die Wüste, durch die das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten gewandert ist. Damit war Bezug genommen auf die Lesung dieses Abends, die die Mannaspeisung im zweiten Buch Mose zum Inhalt hatte.

Im Anschluss an den Gottesdienst traf man sich zum Abend der Begegnung in der gesamten Innenstadt. Zum Abschluss gab es einen Abendsegen bei Kerzenschein rund um die Innenalster.

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Die drei folgenden Tage waren prall gefüllt. Wir hatten uns im Vorfeld zahlreiche Veranstaltungen im Programmheft markiert. Wer schon öfter bei Kirchentagen war, wird die Schilder mit der Aufschrift „Halle überfüllt“ kennen. Da ist man gut beraten, wenn man einen Plan B in der Tasche hat und statt zum Kabarett dann eben ins Orgelkonzert um die Ecke geht.

Besondere Höhepunkte stellten für uns zwei Bibelarbeiten dar. Margot Käßmann rief am Donnerstag vor 7000 Menschen auf dem Messegelände dazu auf, dass wir uns als Christen beharrlich für Gerechtigkeit einsetzen  sollten und uns  dabei nicht scheuen sollten, „Nervensägen“ zu sein. Dr. Eckart von Hirschhausen begeisterte mit  seiner vielfältigen  Bibelarbeit. Es  war Comedy, wie man es von ihm kennt. Aber mit Tiefgang! Und am Ende ließ er uns ein wenig von dem Wunder von der Speisung der 5000, um das es an diesem Morgen ging, selber erfahren und bewies, dass von ein paar Paketen Rosinen ganz viel übrigbleibt, obwohl jeder eine Rosine bekommen hat.

Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag endete mit einem Gottesdienst im Stadtpark. Es ging noch einmal um die Frage: Was und wie viel braucht es, damit Menschen ohne Not und in Frieden miteinander leben können? In der Bibel wagt der Prophet M icha den Ausblick auf eine Welt, in der das geht. Mit den Menschen, denen das etwas bedeutet, wird Gottes Verheißung bedacht, befragt und gefeiert. 

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Soviel du brauchst ! Ich hätte viel mehr Platz gebraucht, um Ihnen noch viel mehr vom Kirchentag zu berichten, so z.B. von der Aufführung des  Mozartrequiems mit 1000 Sängern und Sängerinnen nach nur einer guten Stunde Probe oder vom Feierabendmahl am Freitag abend mit viel Musik oder tl_files/stadtkirche/allgem aus dem Netz genehmigt/Kirchentag2.JPGvon dem wunderbaren Wetter über die ganzen fünf Tage oder, oder, oder…

Soviel du brauchst! Mehr Kirchentag? Gerne! So Gott will und wir leben 2015 in Stuttgart. Wir sind dabei! Sie auch? 

    Herzliche Grüße, Ihr Jörg Kyek

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7. Mai  INDIENABEND

Einige von Ihnen haben Frau Dr. Löwener bereits 2010 kennengelernt. Sie war lange Jahre mit mir in Indien und lebt dort noch immer. Sie ist Pfarrerin der deutschsprachigen Gemeinden in Südindien und Dozentin an der Hochschule in Bangalore.

Am 7. Mai um 19.30 Uhr hat sie einen besonderen Indienabend gestaltet. Wie bei ihrem letzten Besuch hatte sie wieder einiges mitgebracht, unter anderem auch ihr neues Buch vorstellen.

Sie sprach zum aktuellen Thema: Frauen in Indien – einst und jetzt.

    Informationen dazu bei Pfr. Dr. Andreas Groß

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29. April 2013   MONTAGABEND FÜR ALLE

um 19.30 Uhr in der Stadtkirche St. Laurentius

Bei Luthers zu Hause. “Die Tischreden der Katharina Luther”

Das besondere Kammerspiel

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Ein besonderer „Montagabend für Alle“ war in die Stadtkirche St. Laurentius.
Elisabeth Haug: Die Tischreden der Katharina Luther.

Die Berliner Schauspielerin Elisabeth Haug schlüpfte in die Rolle der ehemaligen Nonne Katharina von Bora als Ehefrau des großen Reformators. Gebildet und des Lateins mächtig stellte sie selbstbewusst und feinsinnig ihre weibliche Sicht auf das Zeitgeschehen dar. Als lebenskluge Partnerin und aus einer fundamentalen Lebenspraxis heraus zeigte sie eine natürliche Geistigkeit und tiefe weibliche Urteilskraft, wenn sie gleichsam beim Suppe-Rühren über Armut, Gehorsam oder das Werk ihres Mannes sinniert.

Das Kammerspiel ‘Die Tischreden der Katharina Luther’ basiert auf dem Buch “Wenn Du geredet hättest Desdemona – Ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen“ von Christine Brückner.

Der Gitarrist Jakob David Pampuch umrahmte die Aufführung mit Gitarrenklängen.

   Herzliche Einladung, Ihr Ralf Musold

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5. bis 7. April 2013[nbsp] RÜCKSCHAU FAMILIENRÜSTZEIT

Das Feriendorf Groß-Vätersee der Berliner Stadtmission liegt nur eine knappe Autostunde von Berlin entfernt, aber die Distanz zum Alltagserleben fällt ungleich größer aus.

Die Familien, die nach und nach eintreffen, kennen sich vom monatlichen Familienbrunch in der Nikolaikapelle. Kaum haben alle 45 Reisenden vollständig zusammengefunden, verschwinden die Hemmschwellen. Der Abend vergeht im fröhlichen gegenseitigen Kennenlernen, bei Gesang und beim Spiel, wo sich alle unvermittelt zu Äpfeln, Birnen, Kirschen und Bananen gruppiert wiederfinden. Nach Punkten gewinnen die Äpfel, aber die Birnen sind die Sieger der Herzen.

Der Samstagvormittag steht ganz im Zeichen einer Gruppenarbeit. Frau Lingner vom Amt für Kirchliche Dienste kommt zu uns, um das weite Themenfeld "Rituale" mit uns gemeinsam näher zu beleuchten. Die Zugehörigkeit zu den Obstgruppen vom Vorabend noch im Sinn, sehen und bereden wir, wo und wie Rituale unseren Alltag bestimmen; dort wo sie begrenzen und beengen, und da wo sie Halt und Hilfe, Werte und Struktur geben.

Der Nachmittag vergeht mit Sport und Spiel, beim Fußball, Wandern, Kegeln und schließlich  Grillen entsteht Gemeinschaft. Bis in den Abend hinein brennt ein offenes knisterndes Feuer, und als sich die Familien schließlich in das Gemeinschaftshaus begeben, um noch ein letztes Abendlied zu singen, entsteht nochmal eine solche Sangeslust, die keine Ende mehr zu finden scheint.

Im Zentrum des Feriendorfs befindet sich eine kleine rundgestaltete Kapelle, die am Sonntag morgen bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Groß und Klein kommen zu einer weiteren rituellen - nun liturgischen -  Stunde des Gottesdienstes zusammen.

Kurz vor Aufbruch versammeln sich noch einmal alle im Gruppenraum, um die gemeinsam verbrachte Zeit passieren zu lassen. Man versichert sich mit Freuden der gegenseitigen Wertschätzung und nimmt sich fest eine erneute Rüste im nächsten Jahr vor, ganz im Sinne des Themas wieder in der Woche nach Ostern.

   Thomas Laurent

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25. Februar 2013, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Am Generalshof 1A

mit Pfarrer i.R. Peter Müller:

Montagabend(e) für Alle

„Ach Luise“. Menschen mit Demenz begegnen.

Film, Vortrag und Diskussion

 

In einem Dreischritt wurden wir an diesem Abend dem Thema Demenz – Erkrankung zugewendet. Zunächst sahen wir den Film „Ach Luise“, der im Auftrag der EKD gedreht wurde und uns in die Welt der Demenzerkrankten einführte. Wir sahen, dass Menschen mit Demenz, die den Kontakt zurtl_files/stadtkirche/allgem aus dem Netz genehmigt/Leben mit Demenz.JPG Welt, selbst zu nahen Menschen verloren zu haben schienen, von einem Lächeln, von der Natur, von vertrauten Liedern, Gedichten, Ritualen und Gebeten angerührt und erreicht werden können. Der Film wirbt für eine achtsame Begleitung Demenzerkrankter, damit verschüttete und verborgene Wurzeln ihres Lebens wiederbelebt werden können.

Im dritten Teil des Abends haben wir Gelegenheit, in einem Vortrag von Pfarrer i.R. Peter Müller aus theologischer und lebenspraktischer Sicht an Sachwissen, Fakten und seinen pastoralen Erfahrungen teilzuhaben. Durch seine jahrelange ehrenamtliche Arbeit als Pfarrer im Seniorenzentrum „Zur Brücke“ in Gottesdienst und Seelsorge hält Pfarrer Müller einen reichen Erfahrungsschatz in der Begegnung mit Menschen mit Demenz und Alzheimer bereit.

 

Weiteres zur DVD vom "Herausgegeben vom Kirchenamt der EKD, 2008"

zu Lesen unter http://www.ekd.de/download/ekd_texte_98.pdf

   Ihr Ralf Musold 

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15. Februar 2013 Gedenkveranstaltung zu Ehren von Wilhelm Gustav Borgmann zum 175. Geburtstag

Anlässlich des 175. Geburtstages unseres ehemaligen Gemeindegliedes und Bürgermeisters Wilhelm Gustav Borgmann fand im Ratssaal des Köpenicker Rathauses eine Feierstunde statt. Zur Erinnerung an den Köpenicker Ehrenbürger lud dazu der Heimatverein Köpenick ein.

 

Zurück zum 6. April 2008

tl_files/stadtkirche/Fotos eigene/Borgmann Buergermeister2.jpg"Wilhelm Gustav Borgmanns zuvor verschollen geglaubtes Grab wurde am 6. April 2008 zu seinem 100. Todestag auf unserem Friedhof wieder eingeweiht und ein Festgottesdienst in der Friedhofskapelle gehalten, an dem Vertreter der BVV und der SPD-Faktion Treptow-Köpenick teilnahmen. Stadtbürgermeister Oliver Igel und Bezirksstadtrat Simdorn, äußerten sich damals sehr wertschätzend und anerkennend zu den Aktivitäten der evangelischen Stadtkirchengemeinde Köpenicks, das Erbe und Gedenken berühmter Köpenicker zu wahren."

 

 

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Als Ehrengäste waren die Urenkelin Borgmanns, Meike Rüdiger,

wohnhaft in München sowie ein Ururenkel aus Berlin gekommen.

Auf dem Foto hier Meike Rüdiger mit Pfarrer Musold.

 

 

 

 

Auf der Gedenkveranstaltung sprachen der BV-Vorsteher Siegfried Stock (SPD) und Pfarrer Musold.

Vom Vorsitzenden des Heimatvereins Stefan Förster erfuhren wir, wie der Ehrenbürger Köpenicks, Gustav Wilhelm Borgmann 35 Jahre gewirkt und was er uns alles hinterlassen hat.

1871 hatte Köpenick 5200 Einwohner. In den 35 Jahren wuchs Köpenick, damals Cöpenick, auf 25 000 Bürger an.

Ihm zu verdanken sind:

-          die Moderne Infrastruktur

-          die elektrische Straßenbahn

-          das modernes Wasserwerk in den Müggelbergen

-          die zeitgemäße Umgestaltung der öffentlichen Straßen und Brücken

-          der Ausbau des Schulwesens

-          der Bau des Rathauses 1905

-          der Eisenbahnverkehr 1876 mit Berlin

Weiterhin:

-          die Kietzervorstadt 1873

-          die Köllnischevorstadt 1874

-          die Dammvorstadt 1883

Alles in allem hatte Köpenick durch Wilhelm Gustav Borgmann einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. 

   Gerd Graupe