Stadtkirche > 2018 aus dem Gemeindeleben

GEMEINSAM FEIERN MIT GEFLÜCHTETEN

Etwa 20 Flüchtlingskinder und ebenso viele Erwachsene – Eltern, Paten, Helfer/innen der Nikolaikapelle – hatten sich am Nachmittag im Garten der Nikolaikapelle zu einem bunten Treiben und fröhlichen Zusammensein eingefunden. Nach der Begrüßung durch Pfrn. von Homeyer und gemeinsam gesungenen Lied – begleitet von Frau Endert mit dem Akkordeon -  begann die Aufführung vom Puppentheater Parthier, bei der die Clownin während ihrer Vorführung Tiere aus Papier herstellte und mit ihnen dann die Geschichte vom Entchen vorspielte, der die Kinder fasziniert zuhörten, und an der sie sich spielerisch und begeistert beteiligten.  Anschließend gab es im Garten Spiele, wie Dosenwerfen und Topfschlagen und Schwungtuch; die Kinder wurden von Paten und einzelnen Elternteilen der Geflüchteten angeleitet. Im „Häuschen der Christenlehrekinder“ gab es ein Bastelangebot. Für das leibliche Wohl sorgte ein großes, internationales Büffet mit köstlichen internationalen Spezialitäten, zubereitet und zusammengetragen von den Teilnehmenden. 

Es hat allen viel Spaß gemacht und soll ein kleiner Beitrag der Gemeinde sein, unseren arabischen und osteuropäischen Mitbürgern die Integration zu erleichtern.  Gerne werden wir ein solches Fest auch im nächsten Jahr wieder ausrichten. Wir danken den tüchtigen Helfern/innen der Nikolaikapelle und BENN für die Finanzierung.

Auch in diesem Jahr hat sich die Ev. Stadtkirchengemeinde mit Unterstützung einzelner Mitglieder der Hofkirche und des Bezirksamts mit dem schon traditionellen und sehr beliebten Stand „Besprühen von T-Shirts und Taschen“ am Allende-Fest beteiligt. Mit Schablonen und Blättern aus der Natur war der Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt. Auch ein junger Mann aus Pakistan half den Stand zu betreuen. Erfreulicherweise war unser Stand so weit von der Bühne mit Musik entfernt, dass auch Gespräche gut möglich waren. Im „Zelt der Begegnung“ gab es die Möglichkeit zu rasten und   über verschiedene Gegenstände der Religionen zu staunen: Zum Beispiel fand die Ikone von Maria mit Kind und ein Buch mit Psalmen des Islams erfreute Aufmerksamkeit der Besucher. Kinder, aber auch Eltern haben Gebete auf einen Zettel bzw. auf ein grünes Band geschrieben und an ein Gebetsbäumchen gebunden: Eine Gelegenheit, das Schreiben zu üben und einander beim Übersetzen zu helfen.  Auch eine junge Übersetzerin der SozDia-Stiftung des Kirchenkreises hat sich konstruktiv eingebracht.  Unserem Stand gegenüber bastelten der    „Hand in Hand-Kindergarten“ und der „Würfel“. Es war ein gelungenes, fröhliches Nach barschaftsfest mit bunter Teilnehmerschaft.

Wir danken unserer Evang. Stadtkirchenge-meinde für die Finan-zierung der Materialien allen Helfern/innen, die sich vor, während und nach dem Fest inten-sivst für das Gelingen eingesetzt haben und dem Verein „Allende2 hilft“ für die Bereitstellung der Stände.

   Marianne Graupe und Heidi Witte und Pfrn. Marit von Homeyer                    

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APRES CHURCH

Jeden Sonntag von Ostern bis Oktober finden kleine, aber feine Konzerte, unterschiedlicher Musikrichtungen, im Innenhof von Schliwa, Alt Köpenick 12, gegenüber der Stadtkirche, statt. Beginn ist immer mit dem Läuten der Schlussglocken des Gottesdienstes. Veranstalter ist der KunstHofKöpenick e.V.

Am Sonntag, den 24. Juni 2018, war es kühl, eher kalt. Die Veranstalter fragten bei den Verantwortlichen des Gottesdienstes in der Stadtkirche spontan an, ob das Konzert wegen der Witterung in der Kirche stattfinden kann. Dem wurde zugestimmt und die Gemeinde ebenfalls eingeladen, dazubleiben. So trat Florian Mayer (Geige) aus Dresden von 12.00 bis 13.00 Uhr in der Stadtkirche auf. Ein schönes Konzert. Vielleicht kann sich wieder einmal ein Zusammenwirken ergeben. Einige der Besucher sahen sich noch die Tafeln der Geschichte der Stadtkirche an. Vielleicht waren sie auch noch nie in einer Kirche und kommen demnächst zu einem Konzert der Stadtkirche. Auch dafür wurde geworben.

               Randolf Brückner

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UNTERWEGS MIT GEFLÜCHTETEN

Zum Bauernhof-Ausflug nach Gussow kamen Flüchtlingsfamilien aus dem Flüchtlingsheim in der Alfred-Randt-Straße, sowie einige ehemalige Bewohner, mit ihren Patinnen. Auch ein Junge im Rollstuhl war dabei. Rollstuhl, Kinderwagen und jede Menge kleine Wasserflaschen, die Marianne Graupe dankenswerter Weise wegen der Hitze noch gekauft hatte (sie fanden großen Anklang), wurden pro-blemlos untergebracht. Mit von der Partie waren zwei Arabisch-Dolmetscher und  die Naturerlebnis-Pädagogin, Frau G.. Mit Memory-Karten stimmte sie auf die zu erwartenden Tiere ein. Einen Beutel mit Gegenständen aus Wald und Hof reichte sie durch die Reihen, die - ohne hinein zu schauen - ertastet und erkannt werden sollten, was recht gut gelang. Das Programm auf dem Bauernhof begann mit Backen im Freien, d. h. vorbereitete Teigkugeln konnten die Kinder mit oder ohne Hilfe der Eltern zu Brötchen oder Phantasieteilen formen, die dann gebacken wurden. Bei der Abfahrt durften sie mitgenommen werden. Anschließend gab es eine Traktorfahrt in einem Planwagen über das Gelände und Mittagessen im sog. "Kuhstall" und schließlich war Zeit für Spielplatz, Versteckspiel und Heuboden. Im Hühnerstall durfte sich jedes Kind vier Eier suchen, die, gut verpackt, heil nach Hause gebracht werden konnten. Auf der Rückfahrt fragte Frau G., welche Tiere wir gesehen haben, und sie verteilte Fotos mit Ausflugszielen in und um Köpenick. Den Kindern hat es sehr gut gefallen und auch für die Eltern war es eine willkommene Abwechslung.

Unser großes DANKESCHÖN gilt allen Helfern/innen, besonders Herrn Dr. Wazlawik und Herrn Lange von der Geschäftsstelle der Kommunalen Ökumene Treptow-Köpenick, die den Antrag bearbeitet und weiter geleitet haben, so dass die Finanzierung durch das Jugendamt des Bezirksamtes Treptow-Köpenick gesichert wurde.

Eine 2-stündige Dampferfahrt auf dem Müggelsee erlebten bei großer Hitze Flüchtlingsfamilien aus dem Flüchtlingsheim mit ihren Begleitern und die dort tätigen ehrenamtlichen Helfer/innen aus der Ökumene, ehemalige Flüchtlingsheimbewohner, Bewohner des Seniorenheims Bethel und dort tätige ehrenamtliche Helferinnen, Monika Lohsträter mit Mitarbeiterinnen vom Weltladen und die beiden Mitarbeiterinnen von BENN, die den Ausflug auf unseren Wunsch hin in die Wege geleitet und für die Finanzierung gesorgt hatten. Es gab für jeden ein Freigetränk und für die Kinder ein Eis. Pfarrerin von Homeyer lud zum  Gedenken an Menschen mit schweren Fluchterfahrungen ein: An solche, die ihr Leben lassen mussten oder auch den Tod von Angehörigen erleben mussten. Sie erinnerte daran, dass der Glaube an Gott Trost und Hoffnung schenken möge. Auch sprach sie die Hoffnung aus, dass sich die anwesenden Geflüchteten hier einleben und vielleicht auch eines Tages in ihre Heimat zurückkehren können. Übersetzungen erfolgten spontan von den Geflüchteten selbst. Es war ein, nun bereits zum dritten Mal, mit großer Freude und Dankbarkeit wahrgenommener Ausflug.  

Herzlichen Dank für alle damit verbundene Liebe und Mühe.

Wir sammeln weiterhin für Geflüchtete, die eine Wohnung beziehen, alles, was man für eine Wohnungseinrichtung benötigt, wie z. B. Geschirr, Besteck, Töpfe, Pfannen, Haushaltsgegenstände, Bettwäsche, Handtücher. Bitte wenden Sie sich an Heidi Witte, Tel. 609 589 93 oder 0171/2186836 oder Heide-LoreWitte@gmx.net. Sie holt alles ab

   Marianne Graupe und Heidi Witte

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GEMEINSAM ÜBER GRENZEN

In den Sommermonaten sind verschiedene Aktionen geplant, die einem respektvollen Miteinander zwischen Geflüchteten und Anwohnern den Weg bereiten sollen. Eine Dampferfahrt mit geflüchteten Menschen aus dem Containerdorf soll sie etwas weiträumiger und positiv erfahren lassen, wo sie hier gelandet sind. Das wird es ihnen erleichtern, sich mit der Gegend anzufreunden und mit anderen Menschen über ihre Eindrücke ins Gespräch zu kommen.  Außerdem wollen wir wieder mit Kindern und Erwachsenen aus dem Containerdorf einen Ausflug zu einem Kinderbauernhof machen. Wir wissen selbst, wie gut ein Tag in der Natur der Seele tut und hoffen, dass auch Schüler*innen der Flüchtlings-AG des Evangelischen Gymnasiums mitkommen, so dass auch Begegnung und Austausch zwischen Geflüchteten und Anwohnern stattfindet.

Zum Schuljahresbeginn wollen wir wieder Schultüten mit Kindern und Eltern basteln -Anwohner und Geflüchtete sind dabei unsere Zielgruppe - und damit das Bewusstsein stärken, dass Schule und Bildung wichtig sind.

Finanziert werden diese Vorhaben größtenteils von der Kommune;  engagierte Gemeindeglieder setzten sich mit viel Zeit, Liebe, Geduld und Kraft für die Initiierung und Umsetzung der Projekte ein. Dafür danken wir ihnen an dieser Stelle und sehen ihren Dienst im Sinne von Jesaja 52, wo es heißt: "Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkünden, Gutes predigen, Heil verkünden ... "

Ihre Pfarrerin Marit von Homeyer

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