Stadtkirche > 2020 aus dem Gemeindeleben

19. bis 23.01.2020  

Ökumenische Bibelwoche vom bei uns in Köpenick:

 

Das  5. Buch Mose – Zugänge  zum Deuteronomium

Unter dem Titel „Vergesst nicht …“ wird die Ökume-nische Bibelwoche 2020 durchgeführt werden. Im Mittelpunkt steht ein Buch des Alten Testaments, das vielen Menschen in der heutigen Zeit unbekannt und fremd ist: das Deuteronomium. Die Ökumenische Bibelwoche 2020 zeigt, dass das Deuteronomium viel mehr ist, ein „Evangelium“, das die leidenschaftliche Beziehung zwischen Gott und Mensch auf dem Herzen hat, ein Geschichtswerk, das Identität für die Zukunft formuliert, und ein Text, der Antworten auf die Fragen einer schnellle-bigen und technologisierten Welt geben kann.

Sonntag, 19.01.2019 - 10.30 Uhr – Stadtkirche Alt-Köpenick ökumenischer Gottesdienst zur Eröffnung der Bibelwoche

Bibelabende:

Montag, 20.01.2020 - 19.00 Uhr - Hofkirche, Bahnhofstraße 9

Dienstag, 21.01.2020 - 19.00 Uhr - Gemeindehaus St. Josef, Lindenstraße 43

Mittwoch, 22.01.2020 - 19.00 Uhr - Vineyard - Gemeindehaus, Historisches Gärtnerhaus, Friedrichshagener Straße 42

Donnerstag, 23.01.2010 – 19.00 Uhr – Adventgemeinde Parrisiusstraße 27

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IN ZEITEN WIE DIESEN…

Unsere Stadtkirchengemeinde in der Corona-Pandemie mit Stand vom 21.05.2020 - Lockerungen! 

Liebe Köpenickerinnen und Köpenicker, aktuell werden die strikten Regelungen  der  vergangenen Wochen  für einzelne Bereiche gelockert: für Geschäfte, Friseursalons, Kitas, Schulen, Vereine, auch für unsere Gottesdienste, die seit dem 10. Mai wieder unter klaren Ein-schränkungen stattfinden dürfen. All diese Lockerungen sind stets und ständig begleitet von nahezu täglichen Mahnungen vor Sorglosigkeit. Wir tüfteln an Gottesdienstmodellen, z.B. zu den durchzufüh-renden gemeindlichen Konfirmationen und wie der Abiturgottesdienst der Evangelischen Schule Köpenick in unserer Stadtkirche dann ir-gendwie doch stattfinden kann.

Wir betreten Neuland. Dankbar blicken wir auf erste Schritte in die di-gitale Welt und auf nichtanaloge Gottesdienstformen zurück. Mit dem in der Krise produzierten Podcast für Schüler*innen der Evangelischen Schule Köpenick, dem Onlinegottesdienst zu Ostersonntag, der 449 Aufrufe und 108 zeitgleich Teilnehmende registrierte, und dem Livestream am Sonntag Jubilate, mit 222 Aufrufen und 49 zeitgleich Teilnehmenden, haben wir Hauptamtlichen neue Erfahrungen gemacht und Youtube-Kanäle ausprobiert, um die aufregende Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus zu verkünden; dafür sei den internet- und digitalaffinen jungen evangelischen Männern Marco Föllen, Lukas Augustin und Linus Friedrichs herzlichst gedankt!

Wir möchten so gern bald den Reset-Knopf drücken, die Zwangspause beenden und in unseren ganz normalen, gemeindlichen Alltag zurückkehren, mit Unterricht und Chorprobe, mit regelmäßigen Treffen und allem, was dazugehört. Die Zwangspause hat dazu geführt,  dass wir das Bedürfnis verspüren, das Erlebte zu reflektieren und für die kommende Rückkehr in unser normales Gemeindeleben nutzbar werden zu lassen.

So wollen wir uns die Zeit nehmen, um Inventur zu machen, zu fragen, was in dieser Zeit der Corona-Pandemie besonders schwierig ist, was uns geholfen hat und immer noch hilft, was wir als ange-nehm und gelungen empfinden. Und weiter fragen: Welche der ursprünglich geplanten Veranstaltungen und Gemeindeaktivitäten haben uns gefehlt, und welche eigentlich gar nicht? Was hat sich in der 4    Pandemie-Zeit unerwartet entwickelt und was hätten wir anders machen sollen? Was halten wir von den neuen Formaten, wie Online -Gottesdiensten, Livestream und Videokonferenzen? Womit lässt sich nachhaltig, ortsfest und zukunftsorientiert Gemeinde bauen?

Wie soll es weitergehen? Im Blick auf Konfirmationen und Kasualien müssen wir nüchtern feststellen, dass diese noch lange eingeschränkt bleiben werden. Wie soll man denn mit maximal fünfzig Menschen in der großen leeren Stadtkirche festliche Gottesdienste für viele Konfirmanden, für einen ganzen Abiturjahrgang oder eine große Hochzeits-gesellschaft hinbekommen? Die Einschränkungen werden über den Sommer 2020 hinaus unsere Lage bestimmen. Konzerte, nicht nur in Kirchen, sind bis auf Weiteres verboten.

Die Macht des Faktischen gebietet uns, in der Kinder- und Jugendar-beit ganz auf Sicht zu fahren, was auch Freizeiten, Rüstzeiten und Gemeindefahrten betrifft; wir schauen mal, was geht. Hochzeits- und Jubelfeiern, Taufen und Beerdigungen können nur in ganz kleinem Rahmen bis zwanzig Menschen stattfinden, manche Taufe wird künf-tig gleich nach dem Hauptgottesdienst begangen werden, so wie es früher zu volkskirchlicher Zeit schon einmal war.

Wir werden im Prozess des Wiederhochfahrens priorisieren müssen: Was steht an erster Stelle in unserer Gemeindearbeit, was ist wieder möglich, was nehmen wir vorübergehend oder dauerhaft aus dem Programm, was stellen wir neu ins Sortiment ein? Wir unterziehen uns, und unsere Aktivitäten einer unvoreingenommenen Diskussion. Diese kann sofort in unseren Gremien, Gruppen und Kreisen, an un-seren Orten und in den Formaten beginnen. Sie läuft ja schon. Es gibt zwar gesetzliche Einschränkungen, aber keine Denkverbote! Da-her: Willkommen im Club der Diskutanten, schon jetzt und allemal in der Nach-Pandemie-Zeit, wenn Gott, der Herr, uns von dieser bibli-schen Plage und dem ganzen Spuk erlöst haben wird.

Mit den Worten Dietrich Bonhoeffers - zugleich ein Songtext aus

Taizé - möchte ich Sie ermutigen:                            

Aber du weißt den Weg für mich.

Gott, lass meine Gedanken sich sammeln zu dir.
Bei dir ist das Licht, du vergisst mich nicht.
Bei dir ist die Hilfe, bei dir ist die Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht,
Aber du weißt den Weg für mich.

Herr, lass meine Gedanken sich sammeln zu Dir.

Pfr. Ralf Musold

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