Stadtkirche > Kinder in der Gemeinde

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Angebote für Kinder und Eltern 


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CHRISTENLEHRE (nicht in den Ferien)

Kontakt: Johannes Steude

 

Mobil: 0176 73561120

 

E-Mail:  j.steude#at#stadtkirche-koepenick.de

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VON DEN KINDERTAGESSTÄTTEN

Wie geht es unseren Kindertagesstätten? Das Coronavirus hat unser bisheriges Leben ja komplett auf den Kopf gestellt und wird es auch weiterhin stark beeinflussen. So ergeht es uns in den Kindereinrichtungen nicht anders als in Familie,  Kirchengemeinde und insgesamt in der Gesellschaft. Was gestern noch gute und sichere Gewohnheit, geliebte und gelebte Routine waren, ist heute leider schon Vergangenheit. Alle sind herausgefordert, und es geht nur im Miteinander und mit viel Verständnis und Kompromissbereitschaft auf allen Seiten.

Für unsere Kitas hieß dies, dass der normale Betrieb Mitte März eingestellt wurde. Es folgten Wochen mit einer Vielzahl von unterschiedlichen und ständig neuen Informationen. Was gestern galt, wurde schon am nächsten Tag hinfällig. Wir mussten und müssen, jetzt um so mehr, sehr flexibel auf neue Gegebenheiten eingehen und dabei die uns anvertrauten Kinder immer im Auge behalten.

Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufsfeldern tätig sind (z.B. Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, ÖPNV u.ä), hatten und haben auch weiterhin ein Anrecht auf eine Betreuung in der Kindertagesstätte. Sie besuchten die Kita recht regelmäßig und genossen bisher die fokussierte Betreuung durch die anwesenden Erzieherinnen. In dieser Zeit haben sich dadurch die Beziehungen zu den jeweiligen Kolleg*innen intensiviert. Es wurde Vieles möglich, was sonst im „normalen“ Kita-Alltag zu kurz kommt. Die Möglichkeit für ein intensives Gespräch mit einer Erzieher*in und die Chance der ungeteilten Aufmerksamkeit, des ungestörten Zuhörens, waren für beide Seiten eine seltene, sehr schöne Erfahrung.   

Mit den Eltern der Kinder, die zuhause betreut werden mussten, gab es während dieser Zeit Kontakte auf verschiedensten Ebenen. Es fanden Telefonate statt, Mails wurden hin und her verschickt, es erreichten uns Grüße per Post. Einzelne Familien trafen wir bei Besorgungen  innerhalb Köpenicks, was auf beiden Seiten stets eine große Freude war. Diese Rückmeldungen waren immer positiv. Den Familien ging und geht es trotz der großen Belastungen weiterhin grundsätzlich gut. Seit dem 11. Mai ist nun die sukzessive Erweiterung der Kinderbetreuung vom Senat beschlossen. Nach und nach soll es allen Kindern wieder ermöglicht werden, die Kindertagesstätte zumindest zeitweise zu besuchen. Diese Tatsache und die dafür zu schaffenden Grundlagen, wie ein Hygieneplan, Raumkonzepte und Teilzeitangebote, stellen für uns eine sehr große Herausforderung dar. Auch wir möchten gern allen Kindern schon bald wieder einen Platz und die Möglichkeit des Kontaktes mit Gleichaltrigen bieten. Trotzdem birgt die Organisation dessen ein hohes Konfliktpotenzial und ist mit einem immensen Aufwand verbunden. Dies wird nur durch eine gute Kommunikation mit den Eltern und ein verständnisvolles Aufeinanderzugehen funktionieren können. Von einem Regelbetrieb sind wir leider noch weit entfernt.

Trotz aller Probleme, Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten wollen wir uns, zumindest ein Stück weit, von der Unbeschwertheit und Fröhlichkeit unserer Kinder anstecken lassen. Es mag zwar jeder Tag sein Ärgernis und seine Beschwerlichkeit haben, aber es kann auch jeder Tag ein Stück Freude, eine nette Begegnung oder sogar ein bisschen Glück bringen. Die anstehenden Veränderungen bearbeiten wir von Woche zu Woche und richten den Blick nicht zu weit in die Zukunft.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit grüßen Sie die Kinder und die Erzieher*innen der evangelischen Kindertagesstätten! 

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